rodenbacher.info

Broschüre

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Boden – mehr als Baugrund

Bodenschutz für Bauausführende


"Unversiegelte Bodenflächen werden als öffentliche oder private Grünflächen genutzt: Sie nehmen Niederschlagswasser auf, speichern es und stellen es den Pflanzen zur Verfügung, tragen zur Kühlung bei und filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft. Damit diese Bodenfunktionen erfüllt werden können, dürfen die Böden nicht geschädigt werden.

Der Schutz unserer Böden ist im Bodenschutzrecht, aber auch im Bau- und Naturschutzrecht seit langem verankert. Dies muss in der Baupraxis stärkere Beachtung finden.

Jeder, der auf Böden einwirkt, hat Vorsorge gegen schädliche Veränderungen zu treffen, um die natürlichen Bodenfunktionen zu si-hern. Soweit wie möglich sind Beein- trächtigungen zu vermeiden, Schäden zu beheben und natürliche Bodenfunktionen wiederherzustellen

(§§ 1, 4 und 7 BBodSchG; § 12 BBodSchV; §§ 1a, 202 BauGB; §§ 1, 13 BNatSchG)."

Broschüre

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Boden – damit Ihr Garten funktioniert

Bodenschutz für „Häuslebauer“


"Wie können Sie Bodenschäden vermeiden?

Besprechen Sie mit Ihrem Architekturbüro sowie Bau- und Gartenbauunternehmen, wie Sie Schäden von Ihrem Gartenboden fern halten können. Lassen Sie sich konkrete Vermeidungsmaßnahmen vorschlagen und vereinbaren Sie diese in den jeweiligen Verträgen. Wenn nötig, binden Sie ein Boden- schutz-Fachbüro ein.

Boden – was ist das?

Ein gesunder Boden ist wie ein Schwamm. Er besteht aus unterschiedlich großen minera- lischen Körnern (Sand- bis Tonböden), aus Humus und aus Poren. In einem gesunden Boden wurzeln Pflanzen bis zu zwei Meter tief.

Auch Regenwürmer graben Ihre Röhren bis in diese Tiefen.

Rund die Hälfte des Bodens wird von Poren unterschiedlicher Größe eingenommen. Grob- poren sorgen dafür, dass das Regenwasser schnell versickert und Luft zum Atmen zu den Wurzeln und Bodenlebewesen gelangt. Mittel- poren stellen sicher, dass Wasser zur Ver- sorgung Ihrer Pflanzen gespeichert wird.

All das funktioniert aber nur, wenn die Poren nicht zerdrückt werden und der Boden nicht durch Baumaschinen verdichtet wird."

Broschüre

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Politik mit Tiefgang

"2016: 18 Jahre nach Verkündung des Bundes-Bodenschutzgesetzes. Zeit Bilanz zu ziehen.

Was ist bisher geschehen?

Bei Schadstoffbelastungen unserer Böden und bei Altlasten sind die rechtlichen Anforderungen in der Praxis angekommen. Schadstoffgehalte werden ermittelt, Gefahren beurteilt und Maßnahmen zur Sanierung ergriffen. Das ist ein großer Erfolg.

Anders sieht die Bilanz des vorsorgenden Bodenschutzes aus. Der sparsame Umgang mit der endlichen Ressource Boden ist zwar in aller Munde, die Ziele sind aber noch lange nicht erreicht.

Der Schutz unserer Böden bei Baumaßnahmen ist erst in den letzten Jahren in den Fokus der Fachöffentlichkeit getreten. Weder in der Planung noch bei der Bauausführung hat sich bisher eine zufrieden stellende Routine eingestellt. Derzeit wird nur bei wenigen Vorhaben die Empfindlichkeit unserer Böden gegen Befahrungen und Umlagerungen beachtet. Maßnahmen zur Vermeidung von schädlichen Verdichtungen der Böden werden nicht im ausreichenden Maße umgesetzt.

Die Folge der skizzierten Defizite: Wir verlieren täglich große Flächen mit guten bis sehr guten Bodenqualitäten. So gehen kostenlose Leistungen der Böden im Naturhaushalt verloren. Wir ent- ziehen zukünftigen Generationen die Grundlage für bodenabhängige Entwicklungen: Standort für regionale Nahrungsmittel, Kühlleistungen der Böden gegen überhitzte Siedlungsflächen, dezentraler Wasserrückhalt der Böden als Beitrag zur Hochwasservorsorge und vieles mehr.

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Hier sehen Sie die angefertigten Tafeln, die beim Umweltfest in diesem Jahr gezeigt wurden. Schwerpunkt war in diesem Jahr das Thema "Bodenversiegelung" - zum Vergrößern bitte anklicken!

Tafel 1

Tafel 2

Tafel 3

Tafel 4

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